Dschungel Tour im Oriente von Equador, 7.12.-10.12.2000

Unsere erste Woche in Quito bescherte uns wegen der Feierlichkeiten des hiesigen Stadtfestes  gleich ein langes Wochenende, welches wir fuer eine Dschungeltour in den Oriente (=Osten) genutzt haben. Mit 6 weiteren Studenten und MarieLou, einer Angestellten der Sprachschule, sind wir nach 6 stuendiger Busfahrt durch die Berge ueber einen 4100m hohen Pass nach Tena gelangt. Von dort holte uns Eduardo, der Fuehrer fuer die Tour, mit einem offenen Pickup ab und bescherte und gleich eine abenteuerliche Fahrt durch den teils kultivierten Dschungel in das Dorf Mishuailla, wo wir die erste Nacht in einem einfachen Hotel uebernachteten. Nachdem uns ein SAP Berater 3 Stunden lang die Ohren mit seinen Rucksackerlebnissen aus aller Welt zugeschwallt hatte, (dies haben wir nur mit Caipirinhas ertragen koennen) ging es um eins ins Bett  - und es gab nicht einmal "Cacucarachas".
Eduardo brachte uns dann am naechsten Morgen mit einem Boot, 10m lang und 1m breit, ueber den Fluss Napa zu unserem Camp mitten im Urwald. Die Fahrt haette eigentlich sehr schoen werden koennen, haette es nicht eine Stunde lang in Stroemen geregnet. Aber wie heisst es so schoen - tropischer REGENwald!
Das Camp lag direkt am Fluss und bestand aus mehreren Huetten aus Bambusholz und Palmendaechern und hatte sogar eine Dusche und eine Toilette. Meist haben wir aber das Bad im Fluss vorgezogen, das passte einfach besser!
Eduardo hat uns dann zwei Tage lang den Urwald gezeigt und erklaert. Neben einem Zimtbaum, dessen Rinde nach Zimt roch, gab es zentimeterlange Ameisen, dessen Stich toedlich ist sowie eine Menge weiterer, hoechst interessanter Pflanzen und Tiere, die man in Europa noch nie gesehen hat. Ich wusste vorher auch nicht, dass man das Fruchtfleich um die Kakaubohnen essen kann - und es schmeckt sogar sehr suess!
Im Lager selbst gab es einen Papagei "Loro" der taeuschend echt ein Baby nachmachen konnte! Weniger lustig war die handgrosse Vogelspinne, die nachts unter der Decke der Kueche hing! Ein Mitarbeiter im Camp hat sie uns von der Decke geholt und und aus der Naehe gezeigt - sehr interessant....
Lustig war die Fahrt in Schlauchreifen den Fluss hinab, faszinierend dagegen die Fahrt ohne Motor mit dem Boot durch den naechtlichen Urwald. Ein Konzert von tausenden Tieren begleitete uns eine halbe Stunde durch die Nacht, herrlich!
Der Urwald war eine super Erfahrung und so waren wir dann am Sonntag nach 10 Stunden Reise wieder in Quito. Nicht nur die Kleidung war durchnaesst und dreckig, auch ich habe mich nach einer Dusche und trockenen Klamotten gesehnt.
Das erste Erlebnis war gleich ein Volltreffer!

Die Bilder aus dem Dschungel gibt es übrigens HIER!