Galapagos Inseln, 31.12.2000 - 8.1.2001

Nach fast vier Wochen Spanischkurs war nun wieder mal ein wenig Erholung
an der Reihe. Da Mike fuer 4 Wochen flugunfaehig war, habe ich mich also
alleine auf den Weg von Quito nach Galapagos gemacht. Mit einer betagten Boing
727-100 (ja tatsaechlich die erste Serie dieses Uralt-Modells!) kam ich am
Nachmittag auf Galapagos an, um gleich festzustellen, dass mein Rucksack
beschaedigt war. Der Reissverschluss des Hauptfaches war aufgerissen worden und
funktionsuntuechtig. Die Reklamation bei TAME brachte immerhin Verstandnis
und das Versprechen, die Schaden wieder gutzumachen. Tatsaechlich hatte ich
nach 3 Tagen wieder einen funkionstuechtigen Rucksack!
Eduardo, unser Fuehrer, brachte mich dann auf das Schiff, die San Juan,
und dort traf ich dann die weiteren BEIDEN Gaeste an - Erika und Henrik aus
Schweden sollten fuer die kommenden 3 Tage die einzigen weiteren Passagiere
sein. So hatten wir auf dem Schiff, was fuer 16 Personen ausgelegt war,
immerhin viel Platz. Es kuemmerten sich 5 Mann Besatzung um uns, der Service war
daher prima!
Galapagos besteht aus hunderten von Inseln, von denen eine Handvoll recht
gross ist (z.T. einige hundert qkm). Es gibt ueber hundert Schiffe mit
Touristen, die diese Inseln meist an den gleichen Stellen anfahren und die
Besucher zu Landausfluegen abladen.
Unser Tagesablauf war denn auch immer recht aehnlich, man fuhr einige
Stunden uber das meist ruhige Wasser des Pazifiks und pro Tag gab es 2-3
Landausfluege auf insgesamt 5 Inseln.
Die Landschaft auf Galapagos ist bis auf die Hauptinsel Santa Cruz eher
karg, die Regenzeit liess bislang auf sich warten. War die Flora z.T. doch
eher armselig, so machte dies die Fauna tausendmal wieder wett. Mit Worten  ist
es schwierig die Vielfalt der Tierwelt zu beschreiben, wir haben in den 7
Tagen fast alles an Tieren gesehen, was es auf den Inseln gibt.
Neben tausenden von Seeloewen gabe es zig verschiedene Iguanas, Eidechsen,
Riesenschildkroeten, Flamingos, Albatrosse, Blaufusstoelpel, Falken und zig
verschiede Vogelarten, deren Namen ich schon laengst wieder vergessen
habe. Auch im Wasser gab es alles, was den Tierfreund gluecklich macht: Delfine,
Haie, Schildkroeten, Pinguine, Mantas und viele bunte Fische, die wir z.T.
beim Schnorcheln hautnah erlebt haben.
Das Interessante an den Tieren auf Galapagos ist, dass Sie keine Scheu vor
Menschen haben und so war es moeglich, bis auf 1-2 Meter an fast alle Tiere
heranzukommen. Einige Seeloewen waren sogar so neugierig, dass sie an
meinen Fuessen und Beinen geschnuppert haben - kitzelt, ist aber faszinierend!
Auch das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen, wir hatten an fast allen
Tagen viel Sonne, welches dazu fuehrte, dass wir an einigen Stellen aehnlich
rot waren, wie die zahlreichen Krebse, die sich in den Felsen sonnten.
Nach 3 Tagen bekamen wir weitere 3 Gaeste, von denen mir Angela und
Patrick bereits aus der Schule in Quito bekannt waren. Zu Sechst hatten wir so
eine prima Truppe und wir haben besonders den Koch immer auf Trab gehalten. Der
hat uebrigens einen klasse Job gemacht, Fruehstueck, Mittag- und Abendessen
waeren immer vom feinsten - auch wenn es trotz Druck von unserer Seite
keine Pizza gab!
Nach dieser Woche im Paradies bin ich nun bereit fuer weitere Abenteuer in
Peru und freu mich wieder auf die Bergwelt der Anden!

Bilder dazu gibt es HIER!

Cusco, 13.1.2001