Cusco - Sacred Valley - Machu Picchu, 10.1. - 16.1.2001

So erholsam die Galapagos Inseln waren, so anstrengend war die Reise nach Cusco. Mit 6 Stunden Verspaetung kamen Angela, Patrick (Bekannte aus der Spanisch Schule) und ich  am 8.1. in Guayaquil an, um dort 3 Stunden auf einen Bus nach Huallaquillas an der peruanischen Grenze zu warten. Wir hatten einen Flug von Tombes (nahe der Grenze in Peru) nach Lima gebucht, da dieser viel billiger war, als ein Direktflug von Guayaquil nach Lima. Nachdem wir um 2 Uhr nachts dann in  Huallaquillas ankamen, hatten wir noch vier Stunden Schlaf, bis dann eine 2 stuendige Taxifahrt am Morgen nach Tombes an der Reihe war. Der Taxifahrer war Angestellter der Firma "Precioso y Caro" (auf Deutsch: Nepp und Prell), nach anfaenglich 15 DM wollter er aus fadenscheinigen Gruenden ploetzlich 25 DM fuer die Fahrt haben. Das war die erste Begruessung in Peru!
Von Tombes haben wir dann den Flieger nach Lima genommen, und nach einem Nachmittag und einer Nacht in dieser nicht erwaehnenswerten Stadt ging es am naechsten morgen wieder mit Mike in Richtung Cusco los. Um nicht allzu weit auszuschweifen, die Reise hat in 3 Etappen insgesamt 48 Stunden gedauert, von denen wir 33 Stunden in viel zu engen Bussen sassen! Das war echt entspannend!
Die Stadt Cusco hat uns am Morgen dann auch direkt mit Dauerregen empfangen, so konnten wir die Stimmung auf niedrigem Niveau halten! Aber ingendwann hoert auch in Cusco der Regen auf und dann zeigt sich diese Stadt von der schoensten Seite! Die Altstadt ist einfach grandios und man sieht einige Ueberreste der alten Inkakultur, die hier ihr Zentrum hatte. In einer Stadtrundfahrt haben wir dann auch die wichtigsten und interessantesten Ruinen und Gebaeude kennengelernt und den folgenden Tag habe ich einfach zum Bummeln durch die vielen Gassen und Maerkte genutzt.
Auch die Fahrt ins Sacred Valley, ca. 30km noerdlich von Cusco, war die Muehe wert. Ein bunter aber leider verregneter Markt in Pisco, herrliche Ruinen in den Bergen von Pisco, noch interressantere Ruinen der Inka in Ollantaytambo und ein bunter kleiner Markt in Chincero (auf dem ich einen weiteren Pullover erstanden habe...) machten auch diesen Tag zum Erlebnis.
Der Hoehepunkt dieser Region war allerdings Machu Piccu. Zwei Tage verbrachten wir dort und waren erstaunt ueber die grandiose Kulisse dieses Ortes. Erst 1911 entdeckt, findet man auf fast 3000m Hoehe eine fast komplett erhaltene Stadt der Inkas in einer Szenerie, die Ihresgleichen sucht. Wer dies nicht selber gesehen hat, wird es schwerlich verstehen. Um die Stadt ragen die Berge 4000m hoch und werden durch canyonartige, fast 1000m tiefe Schluchten unterteilt. Im Tal rauscht der Rio Urubamba in einer Wildheit, dass es einem Angst und Bange wird, wenn nach naeher als 10m an diesen Fluss herangeht. Einfach unbeschreiblich!
Nach diesen Tagen in der Gegend von Cusco war uns klar- dies ist der Hoehepunkt einer jeden Perureise. Nachahmung empfehlenswert!

Bilder von Peru gibt es HIER!

Puno, 17.1.2001